Jede Seele spricht eine Sprache:

Die Sprache des Herzens

 

 Als Tierempathin verständige ich mich seit meiner Kindheit auf natürliche, ursprüngliche Weise mit Tieren. Sensibilität, Intuition und die Möglichkeit, meine eigenen Gedanken und Befindlichkeiten zurückzustellen, sind Fähigkeiten, die mir ermöglichen, mich in ein Tier einzufühlen und es zu verstehen.

 

Die Tiere sind meine größten Lehrer und ich übersetze die Gefühle und Botschaften, die ich wahrnehme, in die menschliche Sprache.

 

Ich engagiere mich seit Jahren für den Tierschutz und ganz besonders für die Elefanten auf unserer Erde.

 

Besuch uf Cheethas Rock

Fotos: Manfred Heidenreich

http://cheetahs-rock.de/index.htm

 

 

 

 

Mein Artikel zur Tierkommuikation,

erschienen in der Zeitschrift "Bello"

(Ausgabe 3/2015):

 

 

„Wenn ich doch wüsste,

wie du dich fühlst,

was du dir wünschst,

ob dich etwas schmerzt.

Ich schau in deine Augen

und spüre, da ist mehr,

doch ich kann es nicht sehen

und wünsch mir so sehr,

wir könnten uns verstehen.“

 

 

Tierkommunikation

Ein Weg zum besseren Verständnis zwischen

Mensch & Tier

 

 

Was ist die Tierkommunikation?

 

Die Tierkommunikation ist die stille, ureigene Verständigung zwischen den Arten mithilfe von Empathie, Intuition, Sensibilität und der eigenen Wahrnehmung.

 

Viele Naturvölker wie die Aborigines oder Indianerstämme, die im Einklang mit der Natur leben, nutzen diese angeborenen Fähigkeiten weiterhin sehr stark, denn diese sichern ihnen das Überleben. Sie leben in Demut, Respekt und Dankbarkeit zu Tier und Natur und wissen um die Verbindung.

 

In unserer heutigen Gesellschaft sind diese Fähigkeiten leider verkümmert. Zudem sind wir überflutet von äußeren Reizen, so dass die meisten von uns verlernt haben, auf ihre inneren Sinne zu hören. Wir finden unsere Nahrung im Supermarkt, wir haben die Sprache entwickelt, um uns zu verständigen und werden gejagt von der Zeit und vom Alltagsstress. Wir sind immer und überall erreichbar, statt einfach mal abzuschalten, in die Natur zu gehen oder uns zu unserem Tier zu setzen und für einen Moment nur uns selbst und unser Tier zu fühlen. Wir haben uns entfernt von der Natur, von den Tieren und haben sogar Schwierigkeiten unsere eigenen Bedürfnisse zu erkennen.

 

Kleinkinder & Tiere

 

Kleinkinder haben dagegen keine Probleme, ihre natürlichen Fähigkeiten zu nutzen. Wenn sie mit Tieren zusammen sind, so kann man beobachten, dass sie sich ganz ohne Worte verstehen und eine ganz besondere Bindung zueinander haben. Leider schwinden diese Fähigkeiten bei den meisten, wenn sie erwachsen werden, da sie aufgrund der verbalen Sprache, die sie erlernt haben und täglich für die Kommunikation nutzen, nicht mehr im Vordergrund stehen. Sätze des Kindes wie: „Der Hund hat Schmerzen im Bauch“ oder „Der Hund hat das Problem, weil...“ werden zudem oftmals von Erwachsenen einfach belächelt oder komplett ignoriert. Dies führt dazu, dass das Vertrauen in diese Fähigkeiten Schritt für Schritt sinkt und diese schließlich gar nicht mehr bewusst genutzt werden.

 

 

Unbewusster Austausch im täglichen Leben

 

Doch jedem unserer gesprochenen Worte geht ein Gefühl, ein Gedanke oder ein Bild voraus, das der Gegenüber auch bewusst spüren und empfangen kann, wenn er sich darauf konzentriert und seine Wahrnehmung schärft. Auch Menschen, die nicht sprechen können, sind dennoch in der Lage sich auszudrücken und zu verständigen und schicken viele Informationen an ihre Mitmenschen. Wir kommunizieren auf diese Weise tagtäglich unbewusst miteinander oder mit unseren Tieren und empfangen Botschaften.

 

Wenn es einem geliebten Menschen schlecht geht, dann fühlen wir mit ihm und wenn wir besonders sensibel sind, können wir auch den Schmerz fühlen. Wie oft wissen wir schon vorher, was der andere sagen möchte, noch bevor er die Worte ausspricht? Oder wir denken an jemanden und einen kurzen Augenblick später ruft derjenige an. Unser Hund wartet schon an der Tür, wenn wir von der Arbeit kommen, selbst dann, wenn wir früher ankommen als sonst. Er sitzt ängstlich und bedrückt in der Ecke, wenn der Tierarztbesuch ansteht. Die Leine, die normalerweise das Zeichen für einen tollen Spaziergang  und das Treffen von Hundefreunden ist, bringt ihn nicht dazu, seine Ecke zu verlassen. Denn er weiß ganz genau, wo es hingehen soll. Wenn es uns schlecht geht, ist es unser Vierbeiner, der uns nicht von der Seite weicht, weil er es spürt. In allen Fällen findet ein Austausch von Informationen statt.

 

 

Bewusstes Einsetzen der natürlichen Fähigkeiten

 

Nichts anderes geschieht bei der Tierkommunikation. Tiere beherrschen die nonverbale Kommunikation und ein Mensch, der sie sich bewahrt oder wieder erlernt hat und sie bewusst einsetzt, kann daher auch mit Tieren gezielt in Kontakt treten.

Es werden Bilder, Gefühle, Körperempfindungen und Situationen wahrgenommen und ausgetauscht. Da wir Menschen die Wortsprache beherrschen und daher auch in Worten denken, übersetzen wir die vom Tier erhaltenen Informationen in unsere Sprache.

 

 

Möglichkeiten der Tierkommunikation

 

Die Tierkommunikation ermöglicht uns, die Bedürfnisse und Wünsche unseres Hundes  zu erfahren, was ihm nicht gefällt und wie wir es ändern können. Auf diese Weise wird das tägliche Zusammenleben viel harmonischer. Wir können Missverständnisse ausräumen, ihn vorbereiten auf einen anstehenden Urlaub, Umzug, einen neuen tierischen Begleiter in der Familie und auf alle Veränderungen, die im Laufe des gemeinsamen Lebens eintreten.  Sie hilft uns, unseren treuen Gefährten auf seinem letzen Weg einfühlsamer zu begleiten und zu unterstützen.

 

Zusammenwirken mit Tierärzten, Tierheilpraktikern & Verhaltenstrainern

 

Daneben ist es auch möglich, die Ursachen für Verhaltensstörungen herauszufinden, Schmerzen zu lokalisieren bzw. körperliche Empfindungen zu beschreiben. Daher kann die Tierkommunikation auch sehr gut als Hilfe bzw. Ergänzung für Tierärzte und Tierheilpraktiker oder auch Verhaltenstrainer dienen. Sie steht nicht in Konkurrenz zu ihnen und ersetzt insbesondere niemals den Besuch beim Tierarzt oder Tierheilpraktiker. Denn ein Tier stellt sich nicht die eigene Diagnose sondern es kann uns „nur“ zeigen, ob und wo es z.B. Schmerzen empfindet. Der Tierarzt oder Tierheilpraktiker kann dann die entsprechende Diagnose stellen.

 

 

Grenzen der Tierkommunikation

 

Die Tierkommunikation wird nicht eine sensible Erziehung unseres Hundes entbehrlich machen. Das notwendige gemeinsame Training macht außerdem unheimlich viel Spaß und stärkt zusätzlich die Verbindung zwischen uns und unserem Hund. Es sind gemeinsame und wertvolle Zeiten, die wir weiterhin pflegen sollten.

Die Tierkommunikation wird zudem keine Instinkte oder triebgesteuertes Verhalten verhindern können. Ein Jagdhund z.B. wird seinen Jagdtrieb niemals aufgeben, egal wie oft wir ihm vermitteln würden, dass das Kaninchen doch bitte am Leben bleiben soll! Das sind die Gesetze der Natur.

 

 

Wir können sie wieder erlernen

 

Jeder kann die nonverbale Kommunikation erleben, denn jeder trägt diese Fähigkeiten in sich. Was dazu benötigt wird?

Die Liebe und den Respekt zu seinem  Tier und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Wer sein Tier zudem nicht als gleichwertig ansieht, wird es sehr schwer haben, denn es ist eine Verständigung auf Herzensebene und unser Herz wertet nicht.

Und nun kommt das Wichtigste, das Zeit, Ruhe und Geduld erfordert: Das stetige Üben! Denn eine Kommunikationsform, die man jahrzehntelang nicht praktiziert hat, ist nicht an einem Tag fließend wiedererlernt. Auch die erhaltenen Informationen wertfrei anzunehmen, ist für uns eine Herausforderung. Aber es lohnt sich, denn es ist ein wundervolles Gefühl,  seinem tierischen Gefährten so nah zu kommen und ein großer Schritt zu einem schöneren Zusammenleben und mehr Verständnis füreinander.

 

 

Der Weg ...

 

Die Tiere als individuelle, intelligente Wesen mit einer Seele, Gefühlen, Empfindungen und Wünschen zu erkennen und ernst zu nehmen, sie aber dennoch ihr natürliches Leben als Tier leben zu lassen, ihre Natur zu ehren und zu akzeptieren, in Demut und Dankbarkeit - das ist der Weg der Tierkommunikation.